Dom zu Brixen

Der Dom Mariae Aufnahme in den Himmel und St. Kassian zu Brixen ist die ranghöchste Kirche in Südtirol und gehört zum ehemals einflussreichen Fürstbistum Brixen
(heute Diözese Bozen-Brixen). Der Wohnsitz des Bischof war schon bald nach Gründung der Stadt Brixen von Säben nach Brixen verlegt worden.

Die Kathedra des Bischofs steht noch heute im Dom von Brixen, auch sind die ersten beiden Bischöfe von Bozen-Brixen (Joseph Gargitter und Wilhelm Egger) hier beigesetzt. Der Dom trägt die Titel Kathedrale und Basilica minor.Das Gotteshaus verfügt über eine bedeutende barocke Innenausstattung. Die Deckenfresken stammen von dem berühmten Tiroler Barockmaler Paul Troger. Das Hochaltarbild mit der Darstellung des Marientods ist ein Hauptwerk von Michelangelo Unterperger.
In unmittelbarer Nähe des Domes befinden sich der romanisch-gotische Kreuzgang mit Wandmalereien aus dem 15. Jh., die Frauenkirche, die Johanneskirche (ehemalige Taufkirche) sowie die Pfarrkirche St. Michael.

Freinademetzkirche Brixen/Milland

Im Osten der Stadt Brixen, jenseits des Zusammenflusses von Rienz und Eisack, in der Ortschaft Milland, wurde 1984-1985 eine neue Pfarrkirche gebaut, die dem Hl. Pater Josef Freinademetz geweiht ist. Die Kirche ist eine Sehenswürdigkeit, ein Kunstwerk moderner Architektur, ein lichtvoller sakraler Ort. Im Untergeschoss ist eine Ausstellung über Leben und Werk des Kirchenpatrons, des Heiligen Pater Josef Freinademetz, dem Tiroler China-Missionär untergebracht.

Hofburg Brixen

Der Innenhof der Hofburg mit den Renaissanceloggien in den drei Geschossen im Süden und Norden, mit den geschlossenen Barockfassaden im Osten und Westen, dem alten Burgtor und dem Marmorportal und Türmchen der Hofkirche gehört zu den stimmungsvollsten Schloßhöfen Südtirols.

Der Kaisersaal der Hofburg wurde um 1710 im Auftrag von Fürstbischof Kaspar Ignaz Graf Künigl ausgestattet. Das Deckenfresko schuf der aus Ala stammende Maler Antonio Gresta. Es zeigt in der Mitte eine Allegorie der göttlichen Weisheit und in der seitlichen Architekturumrahmung verschiedene allegorische Tugend-Darstellungen: Glaube und Hoffnung, Mut und Besonnenheit, Geduld und Sanftmut sowie Gerechtigkeit und Frieden. Die bemalten Teppiche an den Wänden mit unterschiedlichen Jagdszenen sind ebenfalls ein Auftragswerk von Fürstbischof Künigl. Den großen Kachelofen schmücken Darstellungen der Apostel, der Propheten, des Auferstandenen und der schmerzhaften Muttergottes.

Pfarrkirche zu unserer lieben Frau im Moos Sterzing

Die Sterzinger Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau im Moos“ liegt am südlichen Ausgang der Stadt. Früher lag sie ziemlich außerhalb des Stadtkerns, dies ist auf alten Aufnahmen gut ersichtlich. Der Bau der Pfarrkirche begann am Beginn des 15. Jahrhunderts; als Baumeister scheint der Sterzinger Hans Feur auf. Das Kirchenschiff war ursprünglich ein Werk der Romanik, 1452 wurde der Chor vollendet. Seitlich kam noch ein Glockenturm dazu, der später durch einen neuen, größeren ersetzt werden sollte. Doch dazu kam es nicht, da das Bauwerk im sumpfigen Gelände nicht standhalten hätte können. So blieb der Turm im Verhältnis zum bauchigen Kirchenkörper relativ schmächtig. Die Sterzinger und die Bewohner der Umgebung verfügten damals über genügend Geld, um den Sakralbau ständig zu vergrößern und verschönern. Deshalb sollte gerade der Innenraum durch einen außergewöhnlichen und einzigartigen Altar bestechen. Die Bürger Sterzings entschieden sich für den in der damaligen Zeit bedeutendsten Holzaltarschnitzer Deutschlands: Hans Multscher. Mit dem Altar erreichte der Künstler den Höhepunkt seines Schaffens. Die berühmten Altar-Tafeln sind heute im Stadt- und Multschermuseum in Sterzing zu besichtigen.

Kloster Neustift, Bibliothek

Als das Kloster Neustift im Jahre 1142 gegründet und vom seligen Bischof Hartmann von Brixen mit einer ersten kleinen Gemeinschaft von Augustiner Chorherren aus Klosterneuburg besiedelt wurde, waren gleich auch schon Bücher erforderlich zur Feier der Liturgie, Bücher für das gemeinsame Chorgebet, das Buch der Regel des Ordensvaters Augustinus sowie Bücher für den Unterricht in der Klosterschule, die sehr bald nach der Klostergründung eingerichtet wurde.
Es ist heute nicht mehr möglich, den Neustifter Bücherschatz bis zurück zu seinen Anfängen lückenlos anzuzeigen. Man kann sagen, dass die leidvollen Geschicke des Stiftes selber mehr oder weniger immer auch die Bibliothek zu spüren bekam. Bereits beim großen Klosterbrand im Jahre 1190 und bei dem von 1303 wütete das Feuer sicher auch dort, wo gerade auch Bücher waren. Eine mit Gewölben überzogene und einigermaßen feuersichere Bibliothek wurde erst unter Propst Ulrich II. um das Jahr 1430 erbaut.
Nach den Verlusten im Bauernaufstand 1525 blühte die Bibliothek neu auf, wurde jedoch in der Säkularisation 1807 wieder in Mitleidenschaft gezogen und dadurch großer und gerade der wertvollsten Werkbestände beraubt. Von diesem kam ein Teil 1816 wieder nach Neustift zurück. Teile des Manuskriptenschatzes konnten 1929 zurückerworben werden. Vieles ist aber weiterhin in konventfremdem Besitz und außer Landes. Heute stellt die Stiftsbibliothek mit ihren rund 96.000 im Hauptkatalog nach Autoren und Sachgebieten registrierten Werken einen bedeutenden Faktor der Südtiroler Kulturlandschaft dar. (Quelle)

Kloster Neustift, Stiftskirche

Das Innere der Kirche lässt vom einstigen mittelalterlichen Bau nicht mehr viel erahnen, vielmehr entpuppt es sich als ein Juwel des süddeutschen Rokoko. Der Baumeister Josef Delai schuf einen beeindruckenden lichtdurchfluteten und farbenfrohen Raum, der mit aufwändigen Stuckaturen von Anton Gigl, dem bedeutendsten Vertreter der Wessobrunner Schule, und detailreichen Deckengemälden von Matthäus Günther aus Augsburg ausgestattet wurde. Bereits im 18. Jahrhundert wurde die Stiftskirche von Neustift als „Vorhalle des Paradieses“ bezeichnet. (Quelle)